{"id":95598,"date":"2023-09-19T20:19:42","date_gmt":"2023-09-19T18:19:42","guid":{"rendered":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/?p=95598"},"modified":"2023-09-19T22:07:35","modified_gmt":"2023-09-19T20:07:35","slug":"padre-pio-ein-lebendiges-bild-des-gekreuzigten-heilands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/padre-pio-ein-lebendiges-bild-des-gekreuzigten-heilands\/","title":{"rendered":"Padre Pio, ein lebendiges Bild des gekreuzigten Heilands"},"content":{"rendered":"<section class=\"content-page__text content-page__text--summary\">\n<div class=\"summary-body\">\n<p><a href=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zitat-2023_KW38_o.R-scaled.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"broken_link\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-95625\" src=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zitat-2023_KW38_o.R-300x158.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zitat-2023_KW38_o.R-300x158.jpg 300w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zitat-2023_KW38_o.R-1024x538.jpg 1024w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zitat-2023_KW38_o.R-768x403.jpg 768w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zitat-2023_KW38_o.R-1536x807.jpg 1536w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zitat-2023_KW38_o.R-2048x1076.jpg 2048w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zitat-2023_KW38_o.R-425x223.jpg 425w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zitat-2023_KW38_o.R-600x315.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" title=\"\"> <\/a><\/p>\n<p>Vor 55 Jahren, am 23. September 1968, ist Padre Pio, der stigmatisierte Kapuziner von Pietrelcina, in die Ewigkeit eingegangen. Dieser Artikel gibt eine \u00dcbersicht \u00fcber sein Leben und zeigt seine Bedeutung f\u00fcr unsere Zeit. Eine seiner geistlichen T\u00f6chter, Frau Tangari, hat sehr viel getan f\u00fcr den Aufbau der Priesterbruderschaft im deutschsprachigen Bereich.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"content-page__text\">\n<h2>55. Todestag von Padre Pio<\/h2>\n<p>Eine der Missionen Padre Pios war es, \u201edas Kreuz Christi sichtbar zu machen\u201c. Christus hat eine menschliche Form angenommen, um das Unsichtbare sichtbar zu machen. Diese Offenbarung Gottes ist mit der Himmelfahrt noch nicht abgeschlossen, denn nach Seiner R\u00fcckkehr zum Vater, hat der Heiland den Geist der Wahrheit gesandt. Seit dieser Zeit hat jedes Jahrhundert Heilige hervorgebracht, deren vollkommene Leben in der Nachfolge Christi Seine Menschwerdung sozusagen erneuern. Das \u00e4u\u00dfere Leben einiger Heiligen ist dem Leben des Heilands so \u00e4hnlich, dass sie das Leiden Christi in ihrem eigenen Fleisch nochmals durchleben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-95617 alignleft\" src=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Father_Pio-189x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Father_Pio-189x300.jpeg 189w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Father_Pio.jpeg 346w\" sizes=\"(max-width: 189px) 100vw, 189px\" title=\"\">Der Hl. Franz von Assisi ist der bestbekannte Beispiel dieser Heiligen, und viele Maler haben den \u201ePoverello\u201c dargestellt beim Empfang der Wundmale. Andere Heilige haben dieses besondere Ph\u00e4nomen erfahren: Hl. Katharina von Sienna, Mme. Acarie (Sel. Marie von der Menschwerdung), deren Wundmale unsichtbar waren.<\/p>\n<p>Trotz ihrer sakramentalen Vereinigung mit Christus dem Hohen Priester, wurde bis zum 20. September 1918 noch kein Priester auserw\u00e4hlt, um das Geheimnis des Kreuzes im eigenen Fleische zu erneuern.<\/p>\n<p>Am 20. September 1918, als er vor dem Kreuz im M\u00f6nchschor betete, durchbohrten Lichtstrahlen seine H\u00e4nde, F\u00fc\u00dfe, und Seite wie Pfeile. Der 31-j\u00e4hrige Kapuziner wusste es noch nicht, aber w\u00e4hrend der n\u00e4chsten f\u00fcnfzig Jahre, bis zum 20. September 1958, sollte er die sichtbaren Zeichen des Leidens Christi tragen, das er jeden Tag neu erleben wird.<\/p>\n<p>Eine der Missionen Padre Pios hatte begonnen: die Mission das Kreuz Jesu Christi sichtbar zu machen, die Menschen aufzukl\u00e4ren \u00fcber die Wirklichkeit des Opfers, das am Altar erneuert wird, und die Priester und Gl\u00e4ubige zu erinnern an die Berufung des Priesters zum Opfer: \u201eWenn der Weizenkorn nicht stirbt, wird es keine Frucht tragen.\u201c \u201eTut das, was ich getan habe!\u201c<\/p>\n<p>Geboren am 25. Mai 1887, der kleine Francesco Forgione war das vierte von sieben Kindern einer Bauernfamilie. Seine Eltern f\u00fchrten ein einfaches Leben und wohnten in einem armen Haus in Pietrelcina. Sie waren gute Christen und flei\u00dfige Arbeiter.<\/p>\n<p>Die Pfarrkirche von Pietrelcina ist dem Hl. Pius I., Papst und Martyrer, geweiht. Ihm zu Ehren hat der junge Kapuziner den Namen Frau Pio gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Als kleiner Junge schon wurde Francesco mit Schauungen und au\u00dferordentlichen Ph\u00e4nomenen beschenkt. Von den ersten Jahren bis zum Ende seines Lebens war Padre Pio es gewohnt, Besuche der Engel zu empfangen, Erscheinungen der Muttergottes und&#8230; gewaltsame Angriffe der teuflischen M\u00e4chte. Anfangs glaubte der Junge, dass alle Kinder seines Alters dieselben Erfahrungen hatten.<\/p>\n<p>Nehmen Sie sich in Acht, lieber Leser, denn hier k\u00f6nnte Ihre Andacht zum Padre Pio Sie t\u00e4uschen. Wie die geistlichen Autoren erkl\u00e4ren, sind die au\u00dferordentlichen Ph\u00e4nomene nicht die Heiligkeit; manchmal, oft sogar, sind sie miteinander verbunden; sie k\u00f6nnen auch ohne Heiligkeit vorkommen, aber sie m\u00fcssen sorgf\u00e4ltig von ihr getrennt werden. Wenn Padre Pio ein Heiliger ist, dann nicht wegen seiner Bilokation [die Gabe, an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig sein zu k\u00f6nnen] und anderer besonderer Ph\u00e4nomene, sondern wegen seiner heroischen Tugenden.<\/p>\n<p>Und der kleine Francesco hat von Anfang an die heroische Tugend ge\u00fcbt. Hat seine Mutter nicht entdeckt, wie er am Boden schlief mit einem Stein als Kopfkissen? Seine Fr\u00f6mmigkeit war solide, sein Gehorsam tadellos, sein Flei\u00df im Studium und in den Pflichten mehr als bewundernswert, und seine Freundschaft musterhaft.<\/p>\n<p>Im Alter von f\u00fcnfzehn Jahren, hat ihm eine ungew\u00f6hnliche Vision seine Zukunft implizit geoffenbart: ein Engel lud ihn ein, gegen einen Riesen zu k\u00e4mpfen, der viel st\u00e4rker war als er. Widerstrebend hat der Jugendliche den Kampf angesetzt und gesiegt. Durch diese Anspielung auf David und Goliath hat die Vorsehung die Gewalt der zuk\u00fcnftigen K\u00e4mpfe angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Einige Wochen sp\u00e4ter, am 22. Januar 1903, im Alter von f\u00fcnfzehn Jahren, ist er in das Noviziat der Kapuziner in Morcone eingetreten, und hat den Namen Frau Pio von Pietrelcina genommen.<\/p>\n<p>Seine Mutter war anwesend, sein Vater war in den Vereinigten Staaten, wo er arbeitete, um die Studien seiner Kinder zu bezahlen. W\u00e4hrend insgesamt sieben Jahren (zuerst drei, dann vier) war dieser bewundernswerte Vater von seiner nicht weniger bewundernswerte Frau und seinen Kindern getrennt, um f\u00fcr sie aufzukommen.<\/p>\n<p>Die Studien des jungen Novizen dauerten bis 1909. Der junge M\u00f6nch zeigte sich ernst, lerneifrig und zufriedenstellend, aber nicht gl\u00e4nzend. Gegen Ende seiner Studien stieg er schnell den Stufen des Altares; nachdem er die ersten niederen Weihen im Jahre 1908 empfing, wurde er im folgenden Jahre 1909 zum Diakon geweiht.<\/p>\n<p>Gesundheitliche Probleme kamen, um den jungen M\u00f6nch zu pr\u00fcfen. Er musste seine Studien unterbrechen, sogar das Klosterleben und bekam den Befehl, sich auszuruhen im Elternhaus in Pietrelcina. Diese Pause sollte&#8230; sieben Jahre dauern. Trotz dieser Schwierigkeiten wurde er am 10. August 1910 im Dom von Benevento zum Priester geweiht und feierte seine erste Heilige Messe in Pietrelcina am 14. August.<\/p>\n<p>Getrennt von den Mitbr\u00fcdern, geplagt von furchtbaren inneren Pr\u00fcfungen, blieb er im regelm\u00e4\u00dfigen Briefkontakt mit seinem Seelenf\u00fchrer, Padre Agostino, der ihm befahl, seine inneren K\u00e4mpfe schriftlich festzuhalten, wie auch die au\u00dferordentlichen Gnaden, die er empfing.<\/p>\n<p>Ein Oberer wollte ihn entlassen, damit er als Weltpriester wirke, aber im Jahre 1911 holte man ihn in das Kloster zur\u00fcck. Der Teufel war w\u00fctend und griff ihn so gewaltsam an, dass der Pater Guardian \u2013 im franziskanischen Geist \u2013 ihn aufforderte, er solle um die Gnade beten&#8230; im Stillen gefoltert zu werden. Diese Gnade wurde ihm am selben Abend gew\u00e4hrt, zur gro\u00dfen Freude der Kapuziner, die des L\u00e4rms \u00fcberdr\u00fcssig waren und der Dorfbewohner, die anfingen, sich Sorgen zu machen.<\/p>\n<p>Sein gesundheitlicher Zustand zwang ihn bald, nach Pietrelcina zur\u00fcckzukehren. Die \u00c4rzte konnten keine Befunde aufweisen. Dennoch gaben sie ihn nicht mehr als eine Woche zu leben.<\/p>\n<p>Er verlie\u00df nochmals Pietrelcina, um nach Foggia zu ziehen, wo er die Luft \u00fcberhaupt nicht ertrug. Am 28. Juli 1916 hat man ihm geraten, einige Wochen in San Giovanni Rotondo zu verbringen, um auszuruhen. Er wird dort bleiben bis zu seinem Tod&#8230;<\/p>\n<p>Halblebendig wurde er dennoch f\u00fcr den Wehrdienst einberufen, bis man ihn n\u00e4her untersuchte. Es gibt ein Foto aus dieser Zeit mit dem Kapuziner als Rekrut, im Uniform, ein Gewehr in der Hand; er hatte noch nie eine Waffe gebraucht und sieht verfremdet aus. W\u00e4hrend dieser Zeit ist er zum ersten Mal biloziert. Die Italiener hatten gerade eine schwere Niederlage erlitten in Caporetto am 24. Oktober 1917, und der Oberbefehlshaber, General Cardonna, wollte Selbstmord begehen. Im Moment wo er sein Gewehr in die Hand nahm, trat ein Kapuziner in sein B\u00fcro ein und riet ihm von der Handlung ab. Der General lie\u00df sich \u00fcberzeugen, und dankte dem guten Priester und f\u00fchrte ihn wieder zur T\u00fcr. Dann fragte er seinen Untergebenen, wie der Priester hei\u00dfe, den sie hineingelassen hatten. Aber niemand hatte ihn ein- \u00a0oder ausgehen gesehen. Der General hat ihn erst viele Jahre sp\u00e4ter auf einem Foto erkannt.<\/p>\n<p>Nach seiner R\u00fcckkehr vom Milit\u00e4r ins Kloster, empfing er am 30. Mai 1918 die Gnade der Verwundung der Seele. Am 20. August empfing er die Wundmale mit gro\u00dfen Schmerzen. Aber t\u00e4uschen Sie sich nicht. Wie er seinem Seelenf\u00fchrer, Padre Agostino, schrieb, \u201eim Vergleich zu dem, was ich in meinem Fleische leide, sind die geistlichen K\u00e4mpfe viel schlimmer (&#8230;); ich lebe in der v\u00f6lligen Dunkelheit&#8230; Alles beunruhigt mich, und ich wei\u00df nicht, ob ich Gutes oder Schlechtes tue. Ich erkenne, dass diese Gedanken nicht Skrupel sind, aber der Zweifel dar\u00fcber, ob ich Gefallen finde bei Gott oder nicht, zermalmt mich.\u201c<\/p>\n<p>Zuerst versuchte Padre Pio seine Wunden zu heilen. Es war vergebens. Sie verbergen? Unm\u00f6glich. Die Wallfahrten nach San Giovanni Rotondo fingen an.<\/p>\n<p>Von 1918 bis 1921 wuchs das Apostolat des Priesters. Die \u00c4rzte, die seine Wunden beobachten, waren von ihrem \u00fcbernat\u00fcrlichen Charakter \u00fcberzeugt. Papst Benedikt XV. erkl\u00e4rte sogar, dass \u201ePadre Pio einer dieser M\u00e4nner sei, die Gott von Zeit zu Zeit zur Erde schickt, um die V\u00f6lker zu bekehren.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-95601 alignright\" src=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1997-padre-pio-milestone-cause-300x189.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1997-padre-pio-milestone-cause-300x189.jpeg 300w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1997-padre-pio-milestone-cause-1024x646.jpeg 1024w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1997-padre-pio-milestone-cause-768x484.jpeg 768w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1997-padre-pio-milestone-cause-425x268.jpeg 425w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1997-padre-pio-milestone-cause-600x379.jpeg 600w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1997-padre-pio-milestone-cause.jpeg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" title=\"\">Alles hat sich im Jahre 1921 ge\u00e4ndert. Eine kirchliche Verschw\u00f6rung von verdorbenen Priestern war damals einflussreich in Rom. Der Bischof von Manfredonia, in dessen Di\u00f6zese sich das Kloster San Giovanni befindet, behauptete sogar, er habe den Padre Pio gesehen, wie er Parfum verwendete und Salpeters\u00e4ure in seine Wunden goss, um die Wundmale zu vertiefen! Manche Domherren von San Giovanni Rotondo haben nach au\u00dfen \u00fcber die saftigen Einnahmen der Kapuziner geschw\u00e4tzt, dank ihres Stigmatisierten. Das Schlimmste war, dass sie ernst genommen wurden.<\/p>\n<p>Besorgt um diese Behauptungen, war Rom misstrauisch&#8230; den Kapuzinern gegen\u00fcber. Eine schwierige Zeit folgte f\u00fcr Padre Pio, als ihm das anvertraute Apostolat schrittweise entzogen wurde. Es war sogar die Rede davon, ihn zu versetzen. Dies gen\u00fcgte, um die Ortsans\u00e4ssigen aufzur\u00fchren, die entschlossen waren ihren Santo zu behalten und zu verteidigen. Ein Aufstand war nicht weit weg. Da er dachte, das Dorf zu verlassen zu m\u00fcssen, schrieb Padre Pio, einen ber\u00fchrenden Brief, dessen Schlu\u00dfw\u00f6rter an seinem Grab stehen:<\/p>\n<p><em>\u201eIch werde immer dieses gro\u00dfz\u00fcgige Volk in meinem armseligen und emsigen Gebet einschlie\u00dfen, um f\u00fcr es Friede und Wohlergehen zu erbitten; und als Zeichen meiner Zuneigung, da ich nichts Anderes tun kann, dr\u00fccke ich den wunsch aus, solange meine Oberen nichts einwenden, dass meine Knochen in einem Winkel dieses Orts ihre Ruhe finden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ein Oberer \u00fcberlegte sogar, Padre Pio in einem Fass aus dem Kloster hinauszuschmuggeln. Gehorsam, aber weder knechtlich noch dumm, hat Pater Guardian diese Maskerade abgelehnt.<\/p>\n<p>Der arme Priester wird weiterhin mit Sanktionen belegt. Am 23. M\u00e4rz 1931 hat ihm das Heilige Offizium jede Seelsorge, jede \u00f6ffentliche Feier der Messe und jeden Kontakt mit Kapuzinern von au\u00dferhalb seines Klosters untersagt. Als er von diesen Ma\u00dfnahmen erfuhr, brach er in Tr\u00e4nen aus. Ein Bruder wollte ihn tr\u00f6sten, worauf Padre Pio erkl\u00e4rte, dass er \u00fcber die Seelen weine, die wegen der fehlenden Beichte zugrunde gehen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Padre Pio hatte jetzt mehr Zeit f\u00fcr Lekt\u00fcre. Er las unter anderem die Kirchengeschichte von Rohrbacher, und an einem einzigen Tag die &#8220;Divina Commedia&#8221; von Dante.<\/p>\n<p>Im Jahr 1933 werden die Sanktionen schrittweise aufgehoben. Padre Pio nimmt seinen Dienst wieder auf, vor allem im Beichtstuhl, wo er regelm\u00e4\u00dfig bis zu 10 Stunden am Tag beichth\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Jahre verlaufen friedlich. Im Jahr 1940, selber ein Leidender, gr\u00fcndet Padre Pio die\u00a0<em>Casa Sollievo della Sofferanza<\/em>, ein gro\u00dfes, modernes Krankenhaus, von hervorragenden \u00c4rzten betreut. Wie bei allen Werken der Vorsehung mangelt es nicht an Hindernissen, aber das Krankenhaus wird im Mai 1956 eingeweiht werden. Es besteht heute noch.<\/p>\n<p>Gleichzeitig gr\u00fcndet Padre Pio Gebetsgruppen, die sich in der ganzen Welt verbreiten haupts\u00e4chlich dank dem Betreiben seiner Beichtkinder, darunter auch Freimaurer, Schwindler, einen ber\u00fchmten Tenor (Gigli) und Frauen von lockeren Sitten.<\/p>\n<p>Papst Pius XII hat ihm Gebetsmeinungen anvertraut, aber sein Tod im Jahre 1957 \u00f6ffnet ein neues schmerzhaftes Kapitel im Leben des Kapuziners. Einige seiner hochrangigen Mitbr\u00fcder blicken mit neidischen Augen auf die enormen Summen, die ihm durch die H\u00e4nde gehen. Sie wollen sie f\u00fcr sich gewinnen. Eine &#8220;br\u00fcderliche&#8221; Verschw\u00f6rung, die von den Beh\u00f6rden des Ordens unterst\u00fctzt wird, bildet sich. Sie bauen sogar Mikrofone in der Zelle und im Beichtstuhl vom Padre ein. Der Vorfall wird entdeckt \u2013 Padre Pio beschwert sich bei einigen seiner Freunde &#8211; und die Verantwortlichen f\u00fcr diese Spionage werden von ihren Funktionen entlassen und in andere Kl\u00f6ster versetzt.<\/p>\n<p>Das Ende seines Lebens wird friedlicher sein, doch ganz der Seelsorge gewidmet.<\/p>\n<p>Zwei Ereignisse in den letzten Monaten seines Lebens sollten wir noch erw\u00e4hnen. Der neuen Messe, die im Mai 1968 promulgiert wurde, gehen normative Messen voraus. Padre Pio bittet darum, die Messe aller Zeiten behalten zu d\u00fcrfen, was ihm auch gew\u00e4hrt wird.<\/p>\n<p>Im selben Jahr 1968, am 25. Juli, erschien die Enzyklika von Paul VI. \u00fcber die Verh\u00fctung. Padre Pio, der nur noch zwei Monate leben sollte und der auf dem H\u00f6hepunkt seines mystischen Lebens stand, schrieb dem Papst einen Dankesbrief f\u00fcr diese so sehr von der Welt angegriffene Enzyklika.<\/p>\n<p>Dieser zweite Pfarrer von Ars sp\u00fcrt sein Ende kommen. In der Nacht vom 20. auf den 21. September 1968, f\u00fcnfzig Jahre nach ihrem Erscheinen, verschwinden die Wundmale: die Haut der H\u00e4nde wird glatt und hell ohne irgendeine Narbe. Sein blutiges Jubil\u00e4um ist vollendet. Die Ewigkeit naht heran und in der Nacht vom 22. auf den 23. September gibt Padre Pio seine sch\u00f6ne Seele Gott zur\u00fcck.<\/p>\n<h3><strong>Nachwort: Padre Pio und Erzbischof Lefebvre<\/strong><\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-95609 alignleft\" src=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1280px-padre_pio_incontra_monsignor_lefevbre_pasqua_1968_a_san_giovanni_rotondo-300x169.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1280px-padre_pio_incontra_monsignor_lefevbre_pasqua_1968_a_san_giovanni_rotondo-300x169.jpeg 300w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1280px-padre_pio_incontra_monsignor_lefevbre_pasqua_1968_a_san_giovanni_rotondo-768x432.jpeg 768w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1280px-padre_pio_incontra_monsignor_lefevbre_pasqua_1968_a_san_giovanni_rotondo-425x239.jpeg 425w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1280px-padre_pio_incontra_monsignor_lefevbre_pasqua_1968_a_san_giovanni_rotondo-600x338.jpeg 600w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/1280px-padre_pio_incontra_monsignor_lefevbre_pasqua_1968_a_san_giovanni_rotondo.jpeg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" title=\"\">Am Ende des Sommers 1967 machte Erzbischof Lefebvre einen Besuch in San Giovanni Rotondo. Das Treffen mit Padre Pio war kurz. Erzbischof Lefebvre bat den Padre um den Segen f\u00fcr das n\u00e4chste Kapitel der V\u00e4ter des Heiligen Geistes. Der bescheidene Kapuziner lehnte ab und bat vielmehr um den bisch\u00f6flichen Segen. H\u00f6flichkeit der Heiligen!<\/p>\n<p>Diese zwei gro\u00dfen M\u00e4nner der Kirche waren sehr verschieden. Der eine war Priester, der andere Bischof; einer durfte viele au\u00dfergew\u00f6hnliche Ph\u00e4nomene erfahren, der andere hinterlie\u00df nur die r\u00e4tselhafte Erinnerung an einen geheimnisvollen Traum in Dakar.<\/p>\n<p>Beide haben jedoch wichtige Gemeinsamkeiten.<\/p>\n<p>Beide litten f\u00fcr die Kirche, durch die Kirche.<\/p>\n<p>Beide waren Opfer der wahren Autorit\u00e4tstreue. Die Verfolgungen waren jedoch sehr unterschiedlich.<\/p>\n<p>Die Verfolgungen von Padre Pio waren pers\u00f6nlich, verursacht durch die Eifersucht einiger weltlich gesinnter Priester und gieriger Kapuziner. Diese Verfolgungen f\u00fchrten zu ungerechten Strafen, denen sich Padre Pio mit heldenhaftem Gehorsam unterwarf.<\/p>\n<p>Der Fall des Erzbischofs war anders. Seine Verfolgungen kamen von seinem Entschluss, den Glauben und die Messe aller Zeiten treu zu bleiben, und von seiner Ablehnung der Konzilsirrt\u00fcmer und der neuen Liturgie. Nicht Disziplinarfragen standen im Vorfeld dieser Ausseinandersetzungen, sondern Glaubensfragen. Das Motiv seines Handelns war h\u00f6her als der rein formelle Gehorsam. Sein Glaube war heroisch, wo der Gehorsam bequeme Unterw\u00fcrfigkeit und die Klugheit des Fleisches bedeutet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Eine zweite \u00c4hnlichkeit liegt in ihrem tiefen Verst\u00e4ndnis des heiligen Messopfers. Alle beide waren erf\u00fcllt vom Gedanken an den Opfer- und S\u00fchnecharakter der Messe. Der eine feierte in seiner mystischen Art die Messe als Aufstieg nach Golgatha; der andere, mit seiner Spiritualit\u00e4t, wandte sich ganz dem Heiligen Opfer zu. Alle beide, einer durch ein buchst\u00e4blich gekreuzigtes Leben, der andere durch sein Apostolat f\u00fcr das Priestertum, erinnerten an den zentralen Platz des Priesters im Werk der Erl\u00f6sung.<\/p>\n<p><em>Quelle: P. Fran\u00e7ois-Marie Chautard, FSSPX (\u00fcbs. von P. Joseph Stannus) &#8211; vgl.<\/em> <em><a href=\"https:\/\/www.fsspx.at\/de\/news-events\/news\/padre-pio-ein-lebendiges-bild-des-gekreuzigten-heilands-43111\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fsspx.at<\/a> (anl\u00e4sslich des 50. Todestages)<\/em><\/p>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 55 Jahren, am 23. September 1968, ist Padre Pio, der stigmatisierte Kapuziner von Pietrelcina, in die Ewigkeit eingegangen. Dieser Artikel gibt eine \u00dcbersicht \u00fcber sein Leben und zeigt seine Bedeutung f\u00fcr unsere Zeit. Eine seiner geistlichen T\u00f6chter, Frau Tangari, hat sehr viel getan f\u00fcr den Aufbau der Priesterbruderschaft im<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/padre-pio-ein-lebendiges-bild-des-gekreuzigten-heilands\/\">Weiterlesen &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":217,"featured_media":95633,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95598"}],"collection":[{"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/217"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=95598"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95598\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95643,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95598\/revisions\/95643"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/95633"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=95598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=95598"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=95598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}