{"id":92588,"date":"2023-06-29T20:09:45","date_gmt":"2023-06-29T18:09:45","guid":{"rendered":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/?p=92588"},"modified":"2023-06-29T20:09:45","modified_gmt":"2023-06-29T18:09:45","slug":"durch-das-skapulier-erlangte-gunsterweise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/durch-das-skapulier-erlangte-gunsterweise\/","title":{"rendered":"Durch das Skapulier erlangte Gunsterweise"},"content":{"rendered":"<p>Nachstehender Artikel ist aus der <a href=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/neue-ausgabe-des-ritters-ist-online-hauptthema-das-braune-skapulier\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ritter-Zeitschrift 2\/2023<\/a>:<\/p>\n<p>Die folgenden Geschichten sind authentisch; die meisten wurden zu verschiedenen Zeiten in den <em>Chroniken des Karmel<\/em>\u00a0 ver\u00f6ffentlicht. Hier ist nur ein verschwindend geringer Teil der unz\u00e4hligen Natur- und Gnadenwunder aufgezeichnet, die das Skapulier Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel seit jeher bewirkt hat.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4824\" aria-describedby=\"caption-attachment-4824\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/shop\/skapulier\/skapulierset\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4824 size-medium\" src=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Skapulierset-2-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Skapulierset-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Skapulierset-2-400x400.jpg 400w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Skapulierset-2-100x100.jpg 100w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Skapulierset-2.jpg 600w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Skapulierset-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Skapulierset-2-425x425.jpg 425w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" title=\"\"><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4824\" class=\"wp-caption-text\">Durch klicken auf das Bild gelangen sie zum Webshop, wo sie das Skapulier kaufen k\u00f6nnen.<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Das Skapulier des Iren<\/h2>\n<p>Am Ende des letzten Jahrhunderts reiste Missionsbischof Polding in eine kaum besuchte Gegend im Inneren Australiens. Er erkrankte dort und wurde mit bewundernswerter Hingabe von einer Witwe gepflegt. Nachdem der Pr\u00e4lat wieder gesund geworden war, gab er der Witwe das Versprechen, er werde zu jeder Jahreszeit und von welchem Ort aus auch immer auf ihren Ruf hin zur\u00fcckkehren, um ihr die letzten Sakramente zu spenden. Viele Jahre waren vergangen, als in einer Herbstnacht ein Brief eintrat, der den Bischof bat, sein Versprechen einzul\u00f6sen, denn seine Wohlt\u00e4terin l\u00e4ge im Sterben. Der Geistliche machte sich, ohne zu z\u00f6gern, trotz der Strenge der Jahreszeit auf den Weg. Nachdem er viele Tage marschiert war, kam er ersch\u00f6pft beim Haus der Witwe an. Zu seiner gro\u00dfen \u00dcberraschung fand er es leer vor. <img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-92589 alignright\" src=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.46.44-255x300.png\" alt=\"\" width=\"255\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.46.44-255x300.png 255w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.46.44-425x499.png 425w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.46.44-600x705.png 600w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.46.44.png 614w\" sizes=\"(max-width: 255px) 100vw, 255px\" title=\"\"> \u00a0 \u00a0W\u00e4hrend er \u00fcberlegte, was er nun tun sollte, wurde seine Aufmerksamkeit durch das Ger\u00e4usch einer Holzf\u00e4lleraxt erregt. Er lenkte seine Schritte zu dem Ort, von dem das Ger\u00e4usch kam, und stand pl\u00f6tzlich einem kr\u00e4ftigen Iren gegen\u00fcber, der B\u00e4ume f\u00e4llte. Bischof Polding erfuhr von ihm, dass die alte Dame, obwohl sie dem Tod nahe war, aus Angst, er k\u00e4me zu sp\u00e4t, sich entschlossen hatte, loszugehen und anderswo geistlichen Beistand zu suchen; doch der Ire konnte die Richtung nicht angeben, die sie eingeschlagen hatte. Der Bischof begriff, dass es nichts n\u00fctzen w\u00fcrde, wenn er auf die Suche nach ihr ginge; er setzte sich auf einen Baumstumpf und richtete folgende Worte an den Holzf\u00e4ller: \u201eNun, mein Guter, ich will dennoch nicht umsonst hierhergekommen sein. Knien Sie nieder, ich will Ihre Beichte h\u00f6ren.\u201c Der Ire begann sich zu entschuldigen, berief sich darauf, dass er unvorbereitet sei, dass seit seiner letzten Beichte eine lange Zeit vergangen sei, und f\u00fchrte tausend andere Gr\u00fcnde an; aber Bischof Polding schob alle Ausfl\u00fcchte beiseite, und schlie\u00dflich kniete der Holzf\u00e4ller reuig und zerknirscht nieder, um seine Verfehlungen zu bekennen und die Absolution zu erhalten. Der Missionar nahm ihm das Versprechen ab, am kommenden Sonntag zur Kommunion zu gehen, dann verabschiedeten sie sich voneinander. Kaum hatte der Bischof einige Schritte zur\u00fcckgelegt, da h\u00f6rte er pl\u00f6tzlich ein dumpfes Ger\u00e4usch, gefolgt von einem schwachen St\u00f6hnen. Hastig lief er zur\u00fcck und fand seinen P\u00f6nitenten tot, von einem fallenden Baum erschlagen. Will man nun wissen, worauf diese wunderbare Barmherzigkeit Gottes zur\u00fcckzuf\u00fchren war, dass er n\u00e4mlich einen Bischof Hunderte von Kilometern von seiner Residenz weg \u00fcber Wege reisen lie\u00df, um f\u00fcr einen armen S\u00fcnder, der bald vom Tod \u00fcberrascht werden sollte, die Pforten des Himmels zu \u00f6ffnen? So lautet die Erkl\u00e4rung, dass dieser brave Mann wie jeder gute Ire das Skapulier der heiligen Jungfrau trug; diese ihrem Wort immer treue, gute Mutter hatte es nicht zugelassen, dass er starb, bevor er sich mit Gott vers\u00f6hnt hatte.<\/p>\n<h2>Ein Schild h\u00e4rter als Stahl<\/h2>\n<p>Ein franz\u00f6sischer Priester begab sich an einer Pilgerst\u00e4tte zu Ehren der allerseligsten Jungfrau auf den Weg in die Kirche, um die heilige Messe zu lesen. Unterwegs bemerkte er, dass er vergessen hatte, sein Skapulier anzulegen. Obwohl er von seiner Unterkunft schon ziemlich weit entfernt war, z\u00f6gerte er nicht und ging wieder zur\u00fcck, um das Gewand Marias zu holen, ohne das er keine Messe zelebrieren wollte. W\u00e4hrend er das heilige Opfer darbrachte, ging ein junger Mann zum Altar vor, erhob eine Pistole und schoss aus n\u00e4chster N\u00e4he auf den Priester. Dieser jedoch fuhr zur allgemeinen Verbl\u00fcffung mit dem Sprechen der Gebete fort, als w\u00e4re nichts passiert. Man dachte zun\u00e4chst, die Kugel h\u00e4tte dank der Vorsehung ihr Ziel verfehlt. Doch dem war nicht so: Der Priester fand sie wie festgeklebt an seinem Skapulier vom Berge Karmel h\u00e4ngend, einem d\u00fcnnen St\u00fcck gewebten Stoffes, das als Panzer f\u00fcr den Soldaten Jesu Christi gedient hatte.<\/p>\n<p>Das gleiche Wunder haben mehrere Soldaten zu verschiedenen Zeiten erlebt: Die feindliche Kugel, die sie t\u00f6ten sollte, zerschellte an ihrem Skapulier.<\/p>\n<h2>Entzweigerissen<\/h2>\n<p>Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in Ashtabula in den Vereinigten Staaten ein Mann beim unvorsichtigen \u00dcberqueren der Gleise von einem Zug \u00fcberfahren. Buchst\u00e4blich entzweigerissen, h\u00e4tte er auf der Stelle sterben m\u00fcssen. Doch zur allgemeinen \u00dcberraschung blieb er am Leben und bat um den Beistand eines Priesters. Dieser kam und nahm dem Verletzten die Beichte ab, der eine Dreiviertelstunde lang bei Bewusstsein geblieben war. Nachdem er die Krankensalbung empfangen hatte, starb der in extremis mit Gott vers\u00f6hnte S\u00fcnder in Frieden. Auf seiner Brust fand man ein Skapulier vom Berge Karmel. Unsere Liebe Frau hatte ihr Versprechen gehalten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_92597\" aria-describedby=\"caption-attachment-92597\" style=\"width: 203px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-92597 size-medium\" src=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.01-203x300.png\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.01-203x300.png 203w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.01-373x550.png 373w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.01.png 493w\" sizes=\"(max-width: 203px) 100vw, 203px\" title=\"\"><figcaption id=\"caption-attachment-92597\" class=\"wp-caption-text\">Hl. Don Bosco<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Was die D\u00e4monen nicht ertragen<\/h2>\n<p>Der ehrw\u00fcrdige Franz von Yepes, ein Tertiar des Karmel, sah oft D\u00e4monen, die danach trachteten, ihn in Versuchung zu f\u00fchren. Eines Tages, als er gerade voll Ehrfurcht sein Skapulier k\u00fcsste, bevor er es anlegte, trat Satan mit einer Goldkette in der Hand zu ihm und sprach: \u201eKomm schon, trage doch lieber diese Goldkette und wirf diesen Gegenstand, der uns unertr\u00e4glich ist und uns nur Qualen bereitet, weit fort. Und h\u00f6r auf, so viele Leute zu \u00fcberreden, dass sie es verehren und tragen.\u201c Eines Nachts, als er sein Skapulier hatte fallen lassen, um sich zu gei\u00dfeln, sah er die D\u00e4monen auf sich zukommen; w\u00e4hrend er sich hastig den Umhang Mariens wieder anlegte, riefen sie ihm w\u00fctend zu: \u201eZieh es aus, zieh dieses Gewand aus, das uns so viele Seelen verlieren l\u00e4sst, denn sie entschl\u00fcpfen uns, wenn sie damit bekleidet auf fromme Weise sterben.\u201c Franz von Yepes zwang sie zu dem Eingest\u00e4ndnis, dass drei Dinge sie besonders qu\u00e4lten und ihnen unertr\u00e4glich waren: der Name Jesu, der Name Mariens und das Skapulier vom Berge Karmel.<\/p>\n<h2>Unverwesliche Skapuliere<\/h2>\n<p>Der heilige Alphons-Maria von Liguori war 1787 mit dem Skapulier vom Berge Karmel gestorben. Als im Laufe seines Seligsprechungsprozesses sein Grab ge\u00f6ffnet wurde, stellte man fest, dass der Leib des heiligen Bischofs zu Staub zerfallen war, ebenso seine Bekleidung. Allein sein Skapulier war vollkommen unversehrt! Diese kostbare Reliquie ist heute im Sankt-Alphons-Kloster in Rom ausgestellt. Ein Jahrhundert sp\u00e4ter, bei der Pr\u00fcfung der sterblichen \u00dcberreste des heiligen Johannes Bosco, wurde das gleiche Ph\u00e4nomen der wunderbaren Erhaltung des Skapuliers konstatiert.<\/p>\n<h2>Ein vor den Flammen gerettetes Haus<\/h2>\n<p>Ein deutscher Karmeliter berichtet die folgende Anekdote: Im Mai 1957 hatte in Westboden eine ganze Stra\u00dfe Feuer gefangen. Als die frommen Bewohner eines der betroffenen H\u00e4user sahen, dass sie mitten in einem Gro\u00dffeuer waren, hefteten sie ein Skapulier an die Eingangst\u00fcr und flohen. Gl\u00fchende Teilchen und Feuerfunken regneten f\u00fcnf Stunden lang ununterbrochen auf die Wohnung nieder. Als das Feuer schlie\u00dflich besiegt war, stellte man fest, dass zweiundzwanzig H\u00e4user zu Schutt und Asche geworden waren. Einzig das Haus, an dessen T\u00fcr man das Skapulier befestigt hatte, war v\u00f6llig unversehrt geblieben. Hunderte von Leuten, die dieses \u201edurch Wunder gerettete\u201c Haus inmitten der Tr\u00fcmmer sahen, konnten sich mit eigenen Augen von der Macht der F\u00fcrsprache Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel \u00fcberzeugen.<\/p>\n<h2>Katholisch dank dem Skapulier<\/h2>\n<p>Ein alter Mann wurde bewusstlos in ein katholisches Krankenhaus in New York eingeliefert. Da die Krankenschwester \u00fcber seinem Hemd ein braunes Skapulier sah, rief sie einen Priester herbei. W\u00e4hrend dieser die Sterbegebete sprach, \u00f6ffnete der Kranke die Augen und murmelte: \u201eMein Vater, ich bin kein Katholik\u201c \u00ad\u2013 \u201eWarum tragen sie dann das Skapulier?\u201c \u2013 \u201eIch habe Freunden versprochen, dass ich es tragen und jeden Tag ein \u201aGegr\u00fc\u00dft seist du Maria\u2018 sprechen werde.\u201c \u2013 \u201eSie liegen im Sterben; wollen Sie katholisch werden?\u201c \u201eJa, mein Vater. Ich habe mich mein ganzes Leben lang danach gesehnt.\u201c Der Priester bereitete ihn rasch vor, taufte ihn und spendete ihm die Sterbesakramente. Kurze Zeit danach verstarb der alte Mann sanft. Die selige Jungfrau Maria hatte diesen mit ihrem Gewand bekleideten Menschen in ihren Schutz genommen.<\/p>\n<h2>Das Skapulier, das zwei Menschenleben rettete<\/h2>\n<p>Der Soldat A. M. Weigl erz\u00e4hlt das Abenteuer, das er in Holland gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt hatte, so:<\/p>\n<p>\u201eMein Bataillon geh\u00f6rt zur Panzerbrigade \u2018Irene\u2019. Eines Abends kampierten wir w\u00e4hrend einer Offensive neben einem Bauernhof bei Nimwegen. In der N\u00e4he des Hauses befand sich eine alte h\u00f6lzerne Pumpe, die den Soldaten die seltene Gelegenheit bot, nach stundenlangem Kampf im Staub sich ein wenig zu erfrischen. Ich war nicht der Letzte, der davon Gebrauch machte. Ich zog meine Uniformjacke aus und h\u00e4ngte mein Skapulier an die Pumpe, w\u00e4hrend ich mich wusch. Eine Stunde sp\u00e4ter erhielten wir den Befehl zum Aufbruch, um einen drei Kilometer weiter gelegenen Sch\u00fctzengraben zu besetzen. Als wir dort angekommen waren, lie\u00dfen wir uns auf dem Boden des Grabens nieder und machten Anstalten, uns unsere wohlverdiente Ruhe zu g\u00f6nnen. Als ich meinen Hemdkragen aufkn\u00f6pfte, merkte ich mit Entsetzen, dass ich mein Skapulier nicht mehr hatte. Es war ein Geschenk meiner Mutter, die mir dringend empfohlen hatte, es immer zu tragen. Ich hatte es w\u00e4hrend des ganzen Krieges angehabt, und gerade jetzt, wo wir uns der H\u00f6hle des L\u00f6wen n\u00e4herten, verlor ich es!<\/p>\n<figure id=\"attachment_92605\" aria-describedby=\"caption-attachment-92605\" style=\"width: 241px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-92605 size-medium\" src=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.41-241x300.png\" alt=\"\" width=\"241\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.41-241x300.png 241w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.41.png 287w\" sizes=\"(max-width: 241px) 100vw, 241px\" title=\"\"><figcaption id=\"caption-attachment-92605\" class=\"wp-caption-text\">Hl. Alphons Maria v. Liguori<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es war undenkbar, dass ich es holen ging, es war zu gef\u00e4hrlich. Ich versuchte also nicht mehr daran zu denken und streckte mich auf meinem improvisierten Bett aus. Aber solange ich mich auch hin- und her w\u00e4lzte, ich konnte nicht einschlafen. Meine Kameraden schliefen um mich herum mit geballten F\u00e4usten trotz der Geschosse, die von Zeit zu Zeit ganz in unserer N\u00e4he einschlugen. Von dem unwiderstehlichen Wunsch gelenkt, mein Skapulier wiederzufinden, schwang ich mich schlie\u00dflich doch aus dem Sch\u00fctzengraben.<\/p>\n<p>Unter gro\u00dfen Schwierigkeiten versuchte ich, im tiefsten Dunkel den am Vorabend zur\u00fcckgelegten Weg wiederzufinden. Mit der Hilfe Marias, meines guten Sterns, gelang es mir dann auch, und bald erkannte ich den Bauernhof wieder. Bei der Pumpe angekommen, tastete ich \u00fcberall nach meinem kostbaren Skapulier herum. Aber nichts! Es war unauffindbar. In dem Augenblick, als ich mich gerade anschickte, ein Streichholz anzuz\u00fcnden, h\u00f6rte ich pl\u00f6tzlich eine heftige Explosion in einiger Entfernung. Was war passiert? War es ein Signal zu einem feindlichen Angriff? Ich rannte schnell zum Sch\u00fctzengraben zur\u00fcck. Ich fand dort Pioniere vor, die fieberhaft in Bergen von Schutt und Stacheldraht herumw\u00fchlten. Genau an der Stelle, wo meine Kameraden geschlafen hatten, sah man nur noch einen riesigen, g\u00e4hnenden Krater: Bevor der Feind diesen Sch\u00fctzengraben verlie\u00df, hatte er dort eine Zeitz\u00fcnderbombe versteckt, die w\u00e4hrend meiner Abwesenheit explodiert war. Keiner der Schlafenden hatte \u00fcberlebt; wenn ich nicht mein Skapulier holen gegangen w\u00e4re, l\u00e4ge auch ich unter den Tr\u00fcmmern begraben!<\/p>\n<p>Am Morgen ging ich zur Versorgungseinheit und sah zu meiner gro\u00dfen \u00dcberraschung einen Kameraden aus meiner Abteilung auf mich zukommen. Auch er war verbl\u00fcfft: \u201aIch dachte, du w\u00e4rest im Sch\u00fctzengraben!\u2018 Ich antwortete: \u201aUnd du, wieso bist du nicht unter den Tr\u00fcmmern begraben?\u2018 Mein Gef\u00e4hrte erkl\u00e4rte: \u201aIch lag im Sch\u00fctzengraben und war gerade am Einschlafen, als ich dich pl\u00f6tzlich sehen wollte. Aber ich konnte dich nicht finden. Als ich beim Hauptmann vorbeikam, sah er, dass ich auf war, und bat mich, ihm eine Flasche Wasser aus dem Magazin zu holen. W\u00e4hrend ich dorthin unterwegs war, ist die Bombe hochgegangen. Ich bin ihr wirklich gut entkommen!\u2018 \u2013 \u201aIch auch; aber warum wolltest du mich zu solch einer Stunde sehen?\u2018 \u2013 \u201aUm dir das hier zur\u00fcckzugeben!\u2018 Und hielt mir mein Skapulier entgegen, das er am Abend vorher von der Pumpe genommen hatte\u2026\u201c<\/p>\n<p><strong>Der M\u00e4rtyrer des Skapuliers<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_92613\" aria-describedby=\"caption-attachment-92613\" style=\"width: 181px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-92613 size-medium\" src=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.53-181x300.png\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.53-181x300.png 181w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.53-332x550.png 332w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.53.png 355w\" sizes=\"(max-width: 181px) 100vw, 181px\" title=\"\"><figcaption id=\"caption-attachment-92613\" class=\"wp-caption-text\">Sel. Isidor Bakanja<\/figcaption><\/figure>\n<p>Isidor Bakanja wurde gegen 1885 in Mbilankamba in Zaire (zu jener Zeit: Belgisch-Kongo) bei den Boangi, einer Gruppe aus dem gro\u00dfen Volk der Mongo, geboren. Sein Vater Yonzwa und seine Mutter Inyuka hatten zwei weitere Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Gegen 1905 lie\u00df sich Isidor von einem \u00f6ffentlichen Bauunternehmen in Mbakanda als Hilfsmaurer einstellen. Gleichzeitig nahm er bei den Trappistenpatres am Katechumenenunterricht teil, wurde am 6. Mai 1906 getauft und empfing am selben Tag das Skapulier vom Berge Karmel, das er von da an immer trug. Isidor wurde noch im gleichen Jahr gefirmt und empfing 1908 die Erstkommunion.<\/p>\n<p>Der bei der Arbeit eifrige, ehrliche und gewissenhafte junge Mann war auch ein sehr engagierter Christ und wurde von vielen Leuten, die \u00fcber seine Weisheit erstaunt waren, zu ihrem Katecheten gew\u00e4hlt. Er wusste sich eine so strenge Disziplin aufzuerlegen, dass sein Berufsleben durch seine religi\u00f6sen Aktivit\u00e4ten in keiner Weise beeintr\u00e4chtigt wurde.<\/p>\n<p>Isidor entschied sich daf\u00fcr, seinem neuen Meister zu folgen, der ihn als unerm\u00fcdlichen, ehrlichen und h\u00f6flichen Arbeiter sch\u00e4tzte und der gerade nach Ikili versetzt worden war. Isidor wurde von der Abneigung bestimmter Direktoren der S.A.B. (Soci\u00f6t\u00f6 Anonyme Belge) an dieser Dienststelle gegen die Christen gewarnt.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der S.A.B., Van Cauter, ein fanatischer Feind des Katholizismus, wollte weder den religi\u00f6sen Einfluss Bakanjas auf die anderen Arbeiter des Unternehmens noch die \u00e4u\u00dferen Zeichen seines christlichen Lebens dulden, n\u00e4mlich das Skapulier, das dieser sichtbar um den Hals trug. Sein Hass war umso st\u00e4rker, als Isidor respektvoll, tadellos, \u00fcberaus mutig und in seinen religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen v\u00f6llig gefestigt war.<\/p>\n<p>Van Cauter forderte Isidor, der ihn bei Tisch bediente, im Februar 1909 zum ersten Mal grob auf, sein Skapulier abzulegen. Der junge Mann antwortete ruhig: \u201eHerr, du verlangst, dass ich das Gewand der heiligen Jungfrau ablege. Ich werde es nicht tun. Als Christ habe ich das Recht, mein Skapulier zu tragen.\u201c Am folgenden Tag befahl Van Cauter seinen Angestellten, Bakanja 25 Schl\u00e4ge mit einer ledernen Riemenpeitsche zu verabreichen. Dieser ertrug die Folter mit einer engelhaften Geduld.<\/p>\n<p>Isidor f\u00fchrte sein gewohntes Leben als Arbeiter, Christ und Katechet weiter; Van Cauter jedoch wollte seinen Einfluss nicht l\u00e4nger hinnehmen. Er befahl Isidor nachdr\u00fccklich, \u201eden M\u00fcll, den du bei den Patres gelernt hast\u201c, nicht mehr zu verbreiten, und f\u00fcgte hinzu: \u201eIch will keine Christen mehr hier, verstanden?\u201c Er riss dem jungen Mann das Skapulier, das er trug, vom Leibe und warf es seinem Hund hin. Dann ging er selbst die mit zwei N\u00e4geln besteckte Peitsche aus Elefantenhaut holen und lie\u00df Isidor bis aufs Blut auspeitschen. Die mit diesem Gesch\u00e4ft beauftragten Angestellten wollten zun\u00e4chst nicht gehorchen, aber schlie\u00dflich taten sie es unter der Androhung der gleichen Strafe doch, w\u00e4hrend Van Cauter den M\u00e4rtyrer mit Fu\u00dftritten traktierte. Die Zeugen beim Seligsprechungsprozess 1913 sprachen von mindestens zweihundert Schl\u00e4gen. Nach dieser Folter musste Isidor bewusstlos ins Gef\u00e4ngnis gebracht werden. Van Cauter befestigte zwei mit einem Vorh\u00e4ngerschloss gesicherte und mit einem riesigen Gewicht beschwerte Metallringe an seinen F\u00fc\u00dfen. Der Verletzte blieb vier Tage lang an diesem Ort, ohne Pflege und ohne Nahrung.<\/p>\n<p>In diesem Moment gelangte die Nachricht von der Ankunft eines Inspektors der Gesellschaft auf dem Kongo-Fluss nach Ikili. Von Panik ergriffen, wollte Van Cauter Isidor nach Isako bringen lassen, um ihn dort zu verstecken, doch dieser lie\u00df sich am Rande des Sumpfes, nahe bei dem Weg, der zur Anlegestelle f\u00fchrte, fallen. Dort wurde er von Inspektor D\u00f6rpinghaus gefunden; dieser best\u00e4tigte sp\u00e4ter selbst, dass der K\u00f6rper Isidors eine einzige, von Fliegen \u00fcbers\u00e4te schw\u00e4rende Wunde war. Dieser redliche und humane Mann lie\u00df ihn auf einem Boot nach Busira bringen, um ihn dort von einem Vetter pflegen zu lassen, doch es war zu sp\u00e4t, die Infektion konnte nicht mehr einged\u00e4mmt werden. Die daraufhin angeordnete Untersuchung ergab, dass der Fall Bakanjas bei Weitem nicht der einzige war: Es war eine regelrechte Verfolgung seitens der F\u00fchrungskr\u00e4fte der S.A.B. gegen die katholischen Missionen in Gang. Die Parole lautete: Mit allen Mitteln verhindern, dass die afrikanischen Besch\u00e4ftigten ein Skapulier oder einen Rosenkranz bei sich tragen. Van Cauter wurde schlie\u00dflich am Ende eines Prozesses, der die v\u00f6llige Unschuld des M\u00e4rtyrers ergab, zu zweieinhalb Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_92621\" aria-describedby=\"caption-attachment-92621\" style=\"width: 194px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-92621 size-medium\" src=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.57-194x300.png\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.57-194x300.png 194w, https:\/\/test6.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Bildschirmfoto-2023-06-29-um-18.47.57.png 348w\" sizes=\"(max-width: 194px) 100vw, 194px\" title=\"\"><figcaption id=\"caption-attachment-92621\" class=\"wp-caption-text\">Papst Johannes Paul II.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bakanja aber hatte sich von seinen Verletzungen nicht erholen k\u00f6nnen. Ende Juli 1909 spendete ihm ein Trappistenpater die Sterbesakramente. Isidor konnte noch der Vergebung, die er seinem M\u00f6rder hochherzig gew\u00e4hrte, Ausdruck verleihen und versichern, dass er im Himmel f\u00fcr ihn beten werde. Am 15. August 1909, dem Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, verschied Isidor Bakanja friedlich, physisch ersch\u00f6pft durch sechs Monate unertr\u00e4glicher Schmerzen.<\/p>\n<p>Alle Zeugen stimmen darin \u00fcberein, dass Van Cauter aus Hass gegen Christen, und weil Isidor ein Christ war, ihn zu Tode hatte peitschen lassen. Und gerade das von Isidor zum Zeichen seiner Marienverehrung ostentativ getragene Skapulier hatte diesen brutalen Menschen zu dem Entschluss gereizt, den mutigen Katecheten zum Schweigen zu bringen.<\/p>\n<p>Isidor Bakanja wurde von Papst Johannes-Paul. II. im April 1994 seliggesprochen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachstehender Artikel ist aus der Ritter-Zeitschrift 2\/2023: Die folgenden Geschichten sind authentisch; die meisten wurden zu verschiedenen Zeiten in den Chroniken des Karmel\u00a0 ver\u00f6ffentlicht. Hier ist nur ein verschwindend geringer Teil der unz\u00e4hligen Natur- und Gnadenwunder aufgezeichnet, die das Skapulier Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel seit jeher bewirkt hat.<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/durch-das-skapulier-erlangte-gunsterweise\/\">Weiterlesen &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":217,"featured_media":92629,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92588"}],"collection":[{"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/217"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92588"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92588\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":92638,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92588\/revisions\/92638"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/92629"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/test6.mi-backup.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}